Mittwoch, 20. September 2017

Diridari - Susanne Rößner


Autor: Susanne Rößner

Verlag: Emons Verlag GmbH

Seitenzahl: 368

ISBN: 978-3954516902

Erscheinungsdatum: 17. September 2015

Ebenfalls als E-Book erhältlich!

zu kaufen bei: Emons Verlag GmbH

oder bei: Amazon



Cover:


Das Cover ist relativ schlicht gehalten, mit den Baumstämmen darauf, aber es hat dennoch etwas Geheimnisvolles, da es bereits dämmert und man sich natürlich unwillkürlich fragt, was es mit diesem Ort auf sich hat.


Erster Satz:


Es war ein kühler Morgen, und die Februarsonne hatte kaum genügend Kraft, um den Schnee zu schmelzen, der über Nacht auf den kleinen Balkon gefallen war.


Inhalt:


Eine unheimliche Einbruchserie rund um Rosenheim und das Verschwinden einer Frau stellen Hauptkommissar Sauerwein und sein Team vor ein Rätsel – denn an den Tatorten wird die DNA eines Toten gefunden. Was zunächst wie ein kriminalistischer Spaziergang aussieht, entpuppt sich als schier unlösbarer Fall, an dessen Ende nichts so ist, wie es scheint.


Meine Meinung zum Buch:


Schon viel zu lange hatte ich keinen Krimi mehr gelesen, und nachdem ich bereits vom Liebesroman der Autorin "Nur einen Sommer lang". so begeistert war, wollte ich nun unbedingt auch ihre Krimis kennenlernen. 

Über das Ermittler-Team erfährt man als Leser eigentlich eher wenig, aber man hat schon das Gefühl den Kommissar Sauerwein sowie die Angestellte Eva und teilweise auch deren Freundin Kristina nach und nach etwas kennenzulernen. Sauerwein ist so der typische Vorgesetzte, wie ihn jeder sich wünscht, denn er schaut vordergründig auf das Wohl seiner Angestellten und gibt dem Chef auch schonmal gehörig Contra, wenn es sein muss. Er wirkte tiefenentspannt, humorvoll und ich hätte gerne noch sehr viel mehr über sein Privatleben erfahren, das zwar immer wieder mal kurz angeschnitten wurde, aber ansonsten eher nebensächlich bleibt. Vielleicht hätte ich dazu aber auch einfach bloß mit dem vorhergehenden Buch beginnen sollen. Über seine Kollegin Eva konnte man sich da schon eher ein umfassendes Bild machen und ich fand ihre Art und Weise der Ermittlung ziemlich kreativ und ideenreich. Anders wäre dieser außergewöhnliche Fall wohl auch nie gelöst worden.

Am Anfang des Romans war ich teilweise sehr erschrocken, da es damit begann, dass eine junge Frau brutal entführt wurde und ich zweifelte wirklich daran, ob dieses Buch so das Richtige für mich sein sollte. Danach geriet diese Entführung jedoch erst mal in den Hintergrund und wurde eher nebensächlich. Dennoch spielte das Ganze eine entscheidende Rolle bei der Einbruchserie und man fragte sich immer wieder, wie all diese Dinge zusammenhängen, warum diese Frau entführt wurde und was der Täter damit bezweckte. 

Aufgrund der Entführung und der nachfolgenden Zeit mit dem Entführer nimmt dieser Roman ziemlich schnell Fahrt auf. Mir ging dieses grausame Schicksal sehr nahe und ich konnte auch nur schwer nachvollziehen, wie sich die Persönlichkeit der Frau nach und nach veränderte. Beinahe banal wirkten die Einbrüche dagegen, bei denen die Polizei schließlich die Ermittlungsarbeit aufnahm und es dauerte lange, bis die Ermittler schließlich wieder auf die Entführung zurückkamen, was mich teilweise wirklich nervös machte.

Ich brauchte zwischen den Kapiteln immer wieder kleinere Lesepausen, da mich diese Entführung viel zu sehr beschäftigte. Ich versuchte mich in die Frau hineinzuversetzen, aber die nach und nach entstehende Abhängigkeit zum Entführer machte mir sehr zu schaffen. Zumal er stellenweise unberechenbar und launisch erschien, im nächsten Moment wiederum beinahe zuvorkommend. 

Die Art und Weise, wie der Kommissar und sein Team all die Fälle schließlich lösten fand ich wirklich genial. Zusammen ergänzten sie sich trotz der vielen Meinungsverschiedenheiten im Team perfekt und bewiesen allesamt eine gute Menschenkenntnis und viel Gespür.

Mein Fazit:


Ein spannender Krimi mit ungewöhnlichen Charakteren, Schauplätzen, die beeindrucken und dem gewissen Etwas. Ich bin begeistert und freue mich auf ein Wiedersehen mit diesen Ermittlern. 





Die Reihe:

1. Fangermandl
2. Diridari
3. Sparifankerl

Dienstag, 19. September 2017

Der Duft von Apfelblüten (Bella Vista 1) - Susan Wiggs



Autor: Susan Wiggs

Verlag: MIRA Taschenbuch

Seitenzahl: 449

ISBN: 978-3956490033

Erscheinungsdatum: 10 März 2014

zu kaufen bei: HarperCollins

oder bei: Amazon




Cover:


Kurz und knapp: Es ist überhaupt nicht meins! Ich dachte bei diesem Cover eher an eine kitschige Liebesgeschichte, und die Dame, die zweifellos sehr hübsch ausschaute in ihrem Kleid, entsprach überhaupt nicht der Protagonistin, die ich beim Lesen vor Augen hatte. Ein einfaches Landschaftsbild oder lediglich einige blühende Apfelbäume hätte ich hier passender gefunden.


Erster Satz:


In der Luft lag der Duft von Äpfeln, und die Obstplantage vibrierte von dem Summen der Bienen, die über den Scheffeln voller geerntetem Obst schwebten.


Inhalt:


Barfuß und mit einem Glas Wein in der Hand streift Tess über die Wiesen von Bella Vista. Während sie den Blick über die Apfelplantage und die fliederfarbenen Lavendelfelder schweifen lässt, verspürt sie eine ungeahnte Sehnsucht. Das gesamte Anwesen strahlt so viel Zusammenhalt und Familiensinn aus. Tief in ihrem Herzen hat Tess sich immer gewünscht, an einem solchen Ort zu leben. Dazuzugehören.
Doch dieses Paradies geht ihr verloren, wenn es Tess nicht gelingt, den alten Familienschatz zu finden. Mithilfe ihres Großvaters, den sie bislang nicht gekannt hat, einer Halbschwester, von deren Existenz sie nichts wusste, und eines Bankers, der mehr mit dem Herzen denkt, macht sie sich auf die Suche.


Meine Meinung zum Buch:


Dass ich dieses Buch überhaupt gelesen haben, habe ich wohl eher einer glücklichen Fügung zu verdanken, als dass es ein Herzens-Buch gewesen wäre. Ich fand es zufällig in einem Wanderpaket und da mich ansonsten gar keins der anderen Bücher ansprach, ich jedoch aufgrund der hohen Versandkosten, wenigstens eins behalten wollte, griff ich schließlich zu "Der Duft von Apfelblüten" und fand den Klappentext recht interessant, sodass ich wenigstens mal reinlesen wollte.

Ich habe nicht nur "reingelesen", ich habe es verschlungen! Die Hauptprotagonistin Tess habe ich aufgrund ihrer herrlich chaotischen Art sofort ins Herz geschlossen und spätestens als der smarte Dominic Rossi seinen ersten Auftritt hinlegte, war es um mich geschehen. Die Beiden waren einfach ein wundervolles Paar und nach und nach fügten sich immer mehr Puzzle-Stückchen aus Tess´ Familiengeschichte zusammen, und die Frage, wie Tess damit umgehen würde, wurde gleichzeitig immer drängender.

Dieses Buch ist nicht einfach nur eine simple Liebesgeschichte, sondern es ist soviel mehr, denn Tess arbeitet beruflich viel mit Antiquitäten und möchte zu jedem der alten Dinge, die persönliche Geschichte erfahren. Das führte schließlich dazu, dass ich mit dieser Geschichte auch viel über den Holocaust erfahren konnte, und wie beklemmend dies für einige Kinder gewesen sein musste. Klar, all dies war mir nicht  unbekannt, aber man kann dieses Thema in Büchern gar nicht oft genug erwähnen, da es aus der Sicht einzelner Schicksale, immer noch mal ein ganz anderes Gefühl vermittelt.

Zwischen den einzelnen Kapiteln fanden sich viele vielversprechende Rezepte, von denen ich unbedingt einzelne ausprobieren möchte, und die dazu führten, dass ich mir beim Lesen die gemeinsamen Zusammentreffen der Familienmitglieder nur allzu gut vorstellen konnte. Dennoch beinhalteten die Gerichte wenige Zutaten und man bekam bereits beim Lesen der Zutaten riesigen Appetit.

Die Geschichte lässt sich zügig weglesen und ist spannend von der ersten Seite an. Zum Ende hin fand ich die Auflösung dann zwar etwas zu banal, aber an meiner Gesamteinschätzung zum Buch änderte dies nichts.

Mein Fazit:


"Der Duft von Apfelblüten" war mein persönliches Highlight dieses Sommers! Eine wundervolle, zu Herzen gehende Geschichte, über eine Familie, die so viele Hürden überwinden musste und eine junge Frau, die aufgrund ihrer eigenen Geschichte schließlich zu sich selbst fand.



Sonntag, 17. September 2017

Black Rabbit Hall - Eve Chase


Autor: Eve Chase

Verlag: Blanvalet

Seitenzahl: 416

ISBN: 978-3764505608

Erscheinungsdatum: 29. Februar 2016

Ebenfalls als E-Book erhältlich!

zu kaufen bei: Verlagsgruppe Random House

oder bei: Amazon



"Nichts verändert sich groß. Die Zeit ist wie Sirup. Ein Familienscherz besagt, dass eine Black-Rabbit-Stunde doppelt so lange dauert wie eine in London, aber man nur ein Viertel der Dinge erledigt bekommt." (Zitat S. 31)

Cover:


Das Cover sieht in natura noch viel genialer aus, als auf dem Foto. Der Schutzumschlag beim Hardcover ist wie Pergamentpapier und darauf ist der Titel sowie das obere Haus gedruckt. Der untere Teil, mit dem Anwesen sowie der Zufahrt, schimmert dann durchs Pergamentpapier durch. Ein richtiger Blickfang im Bücherregal!


Erster Satz:


Auf dem Klippenvorsprung fühle ich mich sicher, jedenfalls sicherer als im Haus.


Inhalt:


Amber Alton weiß, dass die Stunden auf Black Rabbit Hall, dem Sommersitz ihrer Familie, anders vergehen, ihren eigenen Takt haben. Es ist ruhig und idyllisch. Bis zu einem stürmischen Abend 1968. Vereint durch eine unfassbare Tragödie, müssen sich die vier Alton-Geschwister mehr denn je aufeinander verlassen. Doch schon bald wird diese Verbundenheit auf eine harte Probe gestellt.

Jahrzehnte später fahren Lorna Smith und ihr Verlobter Jon auf der Suche nach einem Ort für ihre Hochzeitsfeier durch die wilde Landschaft Cornwalls – und stoßen auf ein altes, leicht verfallenes, aber wunderschönes Haus. Ein Haus, das Lorna nach und nach seine schönsten Geschichten und traurigsten Momente verrät ...


Samstag, 16. September 2017

Interview mit Christiane Kördel & Verlosung



Liebe Leser und Leserinnen,

vor einigen Tagen erschien meine Rezension zu Christiane Kördels "Seeblick kostet extra" und ich hatte im Anschluss die Möglichkeit ein kurzes Interview mit ihr zu führen, welches ich euch heute gerne präsentieren möchte.


1. Liebe Christiane, Danke, dass du dir die Zeit nimmst um die Fragen zu beantworten.
Würdest Du dich den Lesern kurz vorstellen?











Gerne. Ich bin in Konstanz am Bodensee geboren, aufgewachsen und geblieben. Nach
dem Studium und über 25 Jahren als Mitinhaberin und Geschäftsführerin des Konstanzer
Softwareunternehmens combit, habe ich so was wie meine Karriere 2.0 gestartet:
Ich schreibe. Derzeit Krimikomödien, weil ich sie selbst gerne lese. Während meiner
Karriere 1.0 habe ich immer viel und gerne geschrieben, ganz Anderes natürlich, nichts
Kriminelles, wenig Humoristisches, so was wie Marketingtexte, Korrespondenz, Vertriebskonzepte
und Verträge. Heute lebe ich mit dem besten Schriftstellerinnengefährten
aller Zeiten und Hund in - Überraschung! - Konstanz am Bodensee. Will heißen: Ich
weiß in etwa, wovon ich schreibe, sowohl was die Region angeht, als auch was Sorgen
und Nöte einer Geschäftsführerin in der IT-Branche angehen.

2. Wie bist du auf den Charakter Ines Fox gekommen und wieviel Ines steckt in dir?

Ich habe meine Protagonistin Ines Fox auf den ersten Seiten von „Seezeichen 13“
geschaffen und „on the fly“ entwickelt. Ja, sie und ich haben einiges gemeinsam, wenn
uns auch deutlich mehr unterscheidet. Wir beide lieben den Bodensee. Ich denke, jede
Umgebung gestaltet ein bisschen mit, wer wir sind und was uns wichtig ist. Ines ist
Jungunternehmerin, eine Funktion, in der ich vor über 20 Jahren steckte, in einer
schnelllebigen Branche im IT-Bereich, in einem familiären Team. Ich arbeitete allerdings
mit zwei Co-Geschäftsführern zusammen, was mich auf andere Weise forderte. In einer
stark von männlichen Kollegen geprägten Branche allein ein Unternehmen zu führen,
wie Ines das tut, verlangt nach einer toughen, durchsetzungsstarken Persönlichkeit, die
auf sich selbst vertraut und auch mal das Gegenteil von dem tut, was man von ihr
erwartet. Ines‘ Dickkopf ist da durchaus von Vorteil.
Zusammengefasst ist Ines jünger, mutiger, sturer, temperamentvoller, selbstbewusster,
hat einen stärkeren Hang zum Chaos und lebt ihre Leidenschaften ungehemmter aus
als ich. Außerdem ist sie deutlich unberechenbarer. Selbst ich weiß manchmal nicht,
was ihr jetzt als Nächstes einfällt

3. In deinen Büchern verbindest du die Genres Kriminal- und Liebesroman mit den Elementen Humor und Esoterik. Könntest du dir auch vorstellen dich für eins der Genres zu entscheiden oder ist es gerade die Mischung aus allem, die dir Freude bereitet?

Die Mischung gefällt mir schon sehr gut. Ein Cocktail dieser Art lese ich auch selbst am
liebsten, wobei ich mir inzwischen beim Schreiben öfter denke, dass es mehr von mir
verlangt, als wenn der Genremix weniger komplex wäre. Die verschiedenen Genrestränge
gleichzeitig zu weben ist manchmal anspruchsvoll. Der Esoterikbereich, den
man auch Fantastik nennen könnte, ist mehr ein Stilmittel, um trotz Perspektive in der
ersten Person Dinge zu erfahren, die andernorts passieren. Zum jetzigen Zeitpunkt
könnte ich mir durchaus vorstellen, einen humoristischen Roman zu schreiben, der
keine Krimianteile hat. Aber ganz ohne Liebe? Ich weiß nicht so recht ...

4. Eine große Rolle spielen die beiden Hunde Santo und Fila in deinen Romanen. Gehören zu deinem Haushalt Hunde beziehungsweise andere Tiere?

Die braun getupfte Dalmatinerdame Fila ist die einzige Figur in meinen Büchern, die es
in Wirklichkeit gibt. Sie ist Teil unserer kleinen Familie. Allerdings darf Fila eine wehrhaftere
Version ihrer selbst spielen. Menschen anzuknurren liegt ihr im echten Leben fern.
Eine ihrer Leidenschaften ist jedoch tatsächlich, den Zug über die alte Konstanzer
Rheinbrücke zu jagen, wenn man sie nicht davon abhält.
Die allerersten Seiten von „Seezeichen 13“ habe ich vor längerem geschrieben, als es
Fila noch nicht gab. Dabei hatte ich mir Traumhund Santo erdacht, einen blonden,
wuscheligen Sonnyboy, den ich vermutlich damals adoptiert hätte, wäre er da irgendwo
gewesen. Als ich die Geschichte dann fortführte, wollte ich Fila einen Platz einräumen,
ohne Santo rauszuschmeißen. Daher zwei Hunde.

5. Was hat sich seit der Veröffentlichung deines ersten Buches verändert?

Viel! Ich bin jetzt Schriftstellerin. Das klingt banal, ist aber umwerfend. Gelegentlich
halte ich inne und mache mir bewusst, welch tollen Weg ich gegangen bin. Gleichzeitig
bin ich ernsthafter geworden in dem, was ich tue. Das erste Buch habe ich rein aus dem
Bauch heraus geschrieben und veröffentlicht, ohne Zeitdruck, ohne irgendwelchen
Druck, just for fun, einfach drauflos, mit wenig Input von Schreibratgebern. Nun gibt es
viele liebe Leser, die von mir erwarten, dass da mehr kommt, dass ich mich auf den
Hosenboden setze und weiter schreibe. Das hätte ich in dem Ausmaß nie erwartet.
Was ursprünglich als Hobby begann, ist nun mein Beruf, meine Berufung. Arbeit würde
ich es immer noch nicht nennen, denn Arbeit klingt mühsam, klingt viel nach Müssen.
Ich weiß, ich muss nichts. Ich will auch nichts müssen. Aber ich habe einen gewissen
natürlichen Ehrgeiz entwickelt, von Buch zu Buch besser zu werden, mich weiterzuentwickeln,
nicht nur im Schreiben, auch in allem, was das Selfpublishing angeht. Und ich
will meine Leser auf allen Ebenen glücklich machen. Daher höre ich ganz genau hin,
wenn sie mir etwas zurückmelden. Ich hätte vorher nie gedacht, dass der Kontakt zu
Lesern und Rezensenten fast noch mehr Spaß macht, als das Schreiben selbst. Zuletzt
die Leserunde bei Lovelybooks, als ich dabei sein durfte, wie Leserinnen „Seeblick
kostet extra“ eroberten und ich erfahren habe, was in den verschiedenen Stadien in
ihnen vorging – unbezahlbar.

6. Deine Romane handeln überwiegend in Konstanz. Kannst du dir auch vorstellen deine Romane zukünftig an völlig andere Handlungsorte zu verlagern?

Jetzt bin ich ja schon versucht, zu viel zu verraten. Also gut, aber nur, wenn du es nicht
weitererzählst. Im dritten Teil hat Ines nach Monaten harter Arbeit genug von Konstanz
am schönen Bodensee. Sie muss dringend mal weg. Das kennen wir ja alle. Täglich
grüßt das Murmeltier, die Decke fällt einem auf dem Kopf, auch wenn es sich um die
blaue Himmelsdecke über dem wunderschönen Bodensee handelt. Urlaub ist angesagt.
Problem ist nur, dass ein Mord dazwischenfunkt. Man darf gespannt sein, ob Ines es
trotzdem schafft, den Tapetenwechsel zu vollführen. Bevor jetzt Bedenken angemeldet
werden: Eine Bodensee-Krimikomödie muss schon weiterhin am Bodensee spielen,
keine Frage.
Auch bei zukünftigen Romanen, die sich nicht um Ines Fox drehen, kann ich mir gut
vorstellen, den Handlungsort umzuziehen. Ich reise gerne, da wird sich sicher etwas
Nettes finden. Die Welt ist groß und bunt ... na außer, dass sie auch ein Dorf ist, natürlich.


7. Wie verbringst du am liebsten deine Freizeit?

Seit ich Schriftstellerin bin, fließen Tun und Freizeit ineinander über. Früher bin ich ins
combit Büro gefahren, schon alleine das strukturiert. Jetzt ist alles eins. Wochenenden
erkenne ich nur daran, dass sonntags die Geschäfte geschlossen haben und es auf
dem Seeuferweg eine Stunde später lebendig wird. Ich liebe, was ich tue, daher ist das
für mich prima so. Wenn ich nicht schreibe oder mit Lesern, Bloggern & Co kommuniziere,
Lesungen vorbereite o.ä, halte ich mich gerne draußen auf, vorzugsweise am, im
oder auf dem See. Ich streife gerne mit dem besten Schriftsstellerinnengefährten aller
Zeiten und Fila durch die Natur, esse gerne, lese gerne, höre gerne Hörbücher, treffe
Freunde, zunehmend auch Autorenkollegen, und reise gerne – am liebsten ans Meer.
Wenn wir verreisen, gibt es allerdings wenige Momente, in denen ich nicht schreibe. Ist
das dann noch Freizeit? Für mich schon. Ich bin frei, dass zu tun, was ich möchte. Das
ist umwerfend, oder nicht?


8. Du lebst ja bekanntlich am Bodensee und beschreibst auch in deinen Büchern diese Region sehr schön. Was würdest du Menschen raten, die rund um den Bodensee Urlaub machen? Welche Sehenswürdigkeit sollten sie sich unbedingt anschauen? Was sollten sie gesehen haben? Hast du ein Lieblingslokal dort?

Erst mal ankommen, an den See setzen und die Seele baumeln lassen. Der See ist die
Hauptsehenswürdigkeit, die sollte man nicht aufgrund der vielen anderen Dinge, die
geboten werden, verpassen. Der Bodensee verlangt Zeit, sich in ihn zu versenken,
damit er seinen Zauber entfalten kann. Unbedingt einen der vielen schönen Uferwege
entlangspazieren, besonders einen der halbwilden, die außerhalb oder am Rande der
Ortschaften liegen. Kommt man im Sommer: Schwimmen gehen. Ich empfehle wärmstens,
früh aufzustehen und als Erstes im glatten, morgendlichen See der Sonne entgegen
zu schwimmen. Das ist unvergleichlich. Dann gibt es natürlich viele schöne Altstädte
mit gut erhaltenen mittelalterlichen Kernen, durch die es sich hervorragend bummeln
lässt. Konstanz, Meersburg, Radolfzell, Lindau, Ravensburg, Gottlieben ... In ein
Café setzen und dem Treiben zuschauen. Hier herrscht oft eine nahezu mediterrane
Stimmung. Und natürlich unbedingt Schiff fahren, entweder mit der weißen Bodenseeflotte
oder auch ein Kanu mieten, rund um die Insel Reichenau paddeln oder eine der
schönen One-Way-Strecken genießen. Schön ist zum Beispiel auch, einen Teil des
Sees per Rad zu umrunden, Teilstrecken mit einer Fähre oder einem Schiff zu
ergänzen, die alle Räder transportieren. Das ist gerade in Frühling wie Herbst eine
wundervolle Art, das Bodenseegebiet zu erkunden und immer wieder neue Blicke auf
den See zu erhaschen. ...
Einmal los gelassen könnte ich noch eine Weile so weitermachen. Bodenseebesuche
sollten nie in Stress ausarten. Lieblingslokal? Oh Gott, da kann ich mich wirklich nicht
entscheiden.

9. Wann dürfen wir wieder ein neues Buch von dir lesen?

Tja, gute Frage. Ich habe mit Teil 3 angefangen und bin dabei, mein Schreiben etwas
mehr Effizienz angedeihen zu lassen, was derzeit noch nicht so recht klappen will. Mit
anderen Worten: Ich weiß es nicht. Das nächste Buch ist da, wenn es da ist, und wenn
es gut genug ist, dass ich es in die große weite Welt hinausschicken kann. Wer nichts
verpassen möchte, trage sich auf www.christiane-koerdel.de in meinen faulen Newsletter
ein. Faul, weil ich nicht oft etwas verschicke, verlässlich aber dann, wenn ein
neues Buch herauskommt oder eine Lesung ansteht. Na, und vielleicht zu Weihnachten.

Danke, dass du dir Zeit genommen hast, meine Fragen zu beantworten.

Ich habe zu danken, dass ich mich so wichtig fühlen darf, dass mir jemand Fragen stellt.


Für alle diejenigen, die jetzt neugierig geworden sind auf die Bücher der Autorin oder die den 1. Band vielleicht sogar schon gelesen haben, darf ich 5 x ein E-Book von Band 1 oder Band 2 verlosen.

Um eines der Bücher zu gewinnen, musst du mir nur folgendes verraten:

Warum möchtest du gerne gewinnen?

Bitte auch angeben, ob du für Band 1 ODER Band 2 in den Lostopf hüpfst und mir mitteilen, wo ich dich im Gewinnfall erreichen kann.

Achtung: Das Gewinnspiel läuft bis zum 23. September 2017 um Mitternacht. Wer bis dahin teilgenommen hat, wandert automatisch in den Lostopf. Die Gewinner werden von mir benachrichtigt und erhalten das Buch per Mail zugesandt. Die Teilnehmer müssen 18 Jahre alt sein. Andernfalls brauche ich das Einverständnis eurer Eltern. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen und eine Barauszahlung des Gewinns nicht möglich. Mit eurer Teilnahme erklärt ihr euch damit einverstanden.

Nieder mit dem SuB - Challenge [Zwischenstand Juli 2017]


Liebe Leser(innen),

mit ganz viel Verspätung präsentiere ich euch heute endlich die Auswertung vom Juli und in der nächsten Woche folgt dann noch der aktuelle Zwischenstand vom August, sodass wir dann wieder auf dem Laufenden sind. Aufgefallen ist mir, dass sich unsere Teilnehmerzahl wieder etwas verringert hat, da die Seiten seit Monaten nicht aktualisiert wurden oder ganze Profile/Blogs komplett verschwanden. Hinweisen möchte ich nochmal auf die Mindestanzahl an Seiten (200!), die die Bücher haben sollten, denn einige Punkte konnte ich aus diesem Grund nicht vergeben und so wundert ihr euch nun vielleicht, dass ihr weniger erhalten habt als angenommen.


Freitag, 8. September 2017

Lesemonate Juli & August

Hallo liebe Leser,

Juli und August hieß gleichzeitig auch Ferienzeit, Urlaub beziehungsweise schulische Veränderungen bei den Kindern. Das kann man auch ganz gut bei den gelesenen Büchern feststellen, denn der Juli lief nach langer Zeit wieder mal richtig gut, ich konnte während des Urlaubs viele begonnene Bücher beenden und das fühlte sich wahnsinnig gut an. Tja, und dann kam der August! Wir mussten wegen des schlechten Wetters den Urlaub vorzeitig abbrechen, der Alltag hatte mich schneller wieder als geplant und für das neue Schuljahr musste noch vieles organisiert oder eingekauft werden. Mein mittlerer Sohn wechselte auf eine Gemeinschaftsschule und angesichts von Lehrermangel, Stunden-Ausfall sowie Startschwierigkeiten, blieb für Bücher oder den Blog kaum Zeit. Inzwischen habe ich täglich das Gefühl, es wird ein bisschen einfacher und das Lesen lässt sich wieder besser dazwischen schieben.


Juli:
















1. Urlaub für Profis von Maria Resco ★★★★☆ --> Rezension
2. Das Versprechen eines Sommers von Lucy Foley ★★★☆☆ --> Rezension
3. Das Glück schmeckt nach Zitroneneis von Abby Clements ★★★★☆ --> Rezension
4. Meine geniale Freundin (Band 1: Kindheit und frühe Jugend) von Elena Ferrante ★★★★☆ --> Rezension
5. Black Rabbit Hall von Eve Chase ★★★☆☆ --> Rezension folgt


Abgebrochen: keins

Gelesene Seiten: 1887

ø gelesene Seiten pro Tag: 63





August:


















1. Der Duft von Apfelblüten von Susan Wiggs ★★★★★ --> Rezension folgt
2. Ein Sommer fürs Leben von Katie Jay Adams ★★★★☆ --> Rezension
3. Seeblick kostet extra (Ines Fox 2) von Christiane Kördel ★★★★☆ --> Rezension
4. Diridari von Susanne Rößner ★★★★★ --> Rezension folgt


Abgebrochen: keins

Gelesene Seiten: 1376

ø gelesene Seiten pro Tag: 44





Donnerstag, 7. September 2017

Seeblick kostet extra (Ines Fox 2) - Christiane Kördel


Autor: Christiane Kördel

Format: E-Book

Seitenzahl: 332

Verlag: -

ISBN: 978-3744840286

Erscheinungsdatum: 24. Juni 2017

zu kaufen bei: Amazon





Cover:


Das Cover passt optisch ganz gut zum 1. Band "Seezeichen 13", aber die verwendeten Farben beißen sich etwas und sprechen mich leider weniger an. Im Vordergrund ist die Hauptprotagonistin Ines Fox abgebildet und im Hintergrund kann man die Imperia am Konstanzer Hafen erkennen.


Erster Satz:


"Nicht schuldig im Sinne der Anklage", nuschelt der Richter und schiebt wiederholt seine Brille nach oben.


Inhalt:


Ines Fox versteht die Welt nicht mehr. Der mutmaßliche Mörder ihres Mitarbeiters wird nach den Gerichtsverhandlungen freigesprochen und auf freien Fuß gesetzt. Wenig später wird der leitende Kripobeamte tot aufgefunden und für Ines steht der Verantwortliche für diese Tat sofort fest. Gemeinsam mit ihrem Partner Dr. Frieder und Kriminaloberkommissar Arthur von Leisfall will sie Roger Merian endlich ein für alle Mal hinter Gitter bringen, doch dieser ist untergetaucht und macht ihr erneut das Leben schwer. Als sich auch noch ihr Exfreund in die Ermittlungen einschaltet ist das Chaos perfekt, denn ihre Gefühlswelt gerät mächtig ins Schwanken.


Meine Meinung zum Buch:


Obwohl mich der erste Band dieser Reihe damals doch sehr zwiegespalten zurückließ, war ich unheimlich gespannt, wie es mit den Hauptcharakteren weitergehen würde und wie sich die Beziehung zwischen Ines Fox und dem Gerichtsmediziner Dr. Frieder entwickeln würde. "Seeblick kostet extra" knüpft direkt an den ersten Band an und in der Zwischenzeit sind nur wenige Monate vergangen. Man wird quasi direkt mit der Nase wieder reingeschubst in die Handlung, ganz so als hätte man zwischenzeitlich gar kein anderes Buch in der Hand gehabt.

Ines und Dr. Frieder sind mittlerweile in einer festen Beziehung, doch während Ines ihren Lebensmittelpunkt eindeutig in Konstanz sieht, steht Dr. Frieders Umzug nach Freiburg kurz bevor. Als nun auch noch Roger Merian erneut ihre Bodyguards auf sie ansetzt und es schafft ganz Konstanz gegen sie aufzubringen, weiß sie nicht mehr, wie sie sich entscheiden soll. Soll sie mit nach Freiburg gehen oder stattdessen Roger Merian aufspüren um ihn endlich hinter Gitter zu bringen? Sie entscheidet sich für Letzteres und übernimmt gemeinsam mit ihren Verbündeten die Ermittlungen.

Da die Geschichte direkt auf den ersten Band aufbaut, war ich innerhalb weniger Seiten wieder mittendrin im Geschehen und hatte auch sofort wieder ein klares Bild der Hauptcharaktere vor Augen. Ich denke allerdings, ohne diese Vorkenntnisse wäre es wahnsinnig schwer geworden, die Protagonisten auseinanderzuhalten und die Handlung zu verstehen. Viele der Geschehnisse werden zwar kurz angeschnitten, aber zum besseren Verständnis ist es einfach vorteilhafter, die verschiedenen Personen bereits zu kennen.

Der Roman ist interessant sowie spannend zu lesen, allerdings ist es kein Buch, das man mal eben zügig nebenher liest. Ich hatte das Gefühl, dass die Seitenanzahl wesentlich höher ist als angegeben, da ich verhältnismäßig langsam vorwärts kam. Hatte ich beim ersten Band noch so meine Probleme mit den Echtzeitträumen, so empfand ich diese hier viel weniger störend und gut platziert. Dieses Mal wurde der Kriminalfall wirklich durch Spürsinn und Neugierde gelöst, statt durch die Träume, was mir wesentlich besser gefiel. Zusätzliche Spannung erhält der Roman durch das eingebaute Liebes-Wirrwar und zugleich fragt man sich natürlich ständig, wie es weitergeht mit Ines und dem smarten Dr. Frieder.

Mein Fazit:


Ein humorvoller Krimi, den ich gerne gelesen habe, und der mich aufgrund der vielfältigen Themen, der Art der Auflösung sowie dem schönen Handlungsort Konstanz mehrere Tage gut beschäftigt hat. Die Mischung aus Krimi, Humor sowie Zwischenmenschlichem war perfekt und anders als beim ersten Band, waren die übersinnlichen Fähigkeiten der Hauptprotaginistin diesmal an der Lösung des Falls kaum beteiligt.




Die Reihe:

1. Seezeichen 13
2. Seeblick kostet extra