Freitag, 4. August 2017

Das Versprechen eines Sommers - Lucy Foley


Autor: Lucy Foley

Verlag: Insel Verlag

Seitenzahl: 435

ISBN: 978-3458362784

Erscheinungsdatum: 13. Juni 2017

Ebenfalls als E-Book erhältlich!

zu kaufen bei: Suhrkamp Verlag AG

oder bei: Amazon



Cover:


Das Cover ist ein echter Blickfang, da es durch den Rahmen ums Bild fast wie ein Foto wirkt und der blaue Himmel in Verbindung mit den Häusern im Hintergrund einen sofort an den Sommer denken lässt. Die Frau im Vordergrund lässt erahnen, dass die Geschichte in einem längst vergangenem Jahrzehnt handelt.


Erster Satz:


Essaouira wirkt wie das Ende der Welt.


Inhalt:


Als Hal und Stella sich das erste Mal begegnen, wissen sie nichts voneinander und lassen sich dennoch auf einen One-Night-Stand ein. Ein Jahr später begegnen sie sich zufällig wieder bei der Präsentation eines Filmes, der mit einer großen Werbekampagne beworben werden soll. Gemeinsam reisen sie an Bord eines Schiffs die ligurische Küste entlang und Hal ist enttäuscht, dass Stella ausgerechnet die Frau des amerikanischen Geschäftsmanns Frank Truss ist. In seiner Gegenwart wirkt sie völlig verändert. Gleichzeitig kämpfen alle an Bord gegen ihre Schatten der Vergangenheit an, die sie mehr und mehr einzuholen drohen.


Meine Meinung zum Buch:


Ich kann nicht so genau sagen, was ich mir von dieser Geschichte erwartet habe, aber mich sprach das Cover unheimlich an und ich fand es ziemlich passend zur Urlaubszeit und vermutete wohl auch eher eine leicht lesbare Liebesgeschichte, die in den Nachkriegsjahren handelt. Nun teilweise lag ich mit meiner Vermutung ganz richtig, aber leicht lesbar war dieses Buch definitiv nicht für mich. Ich brauchte lange, bis ich mich halbwegs reingefunden hatte und fand die langen Rückblenden zwischendurch eher deprimierend. Dennoch fand ich die vielen verschiedenen Charaktere an Bord dieses Schiffes unglaublich faszinierend, wollte mehr über sie erfahren und natürlich interessierte mich auch, wie es mit Hal und Stella weitergehen würde, was sie voreinander verschweigen und was sie so bedrückt.

Den Schreibstil fand ich gewöhnungsbedürftig, da die Sätze überwiegend kurz sowie direkt sind, aber auch die Dinge sofort auf den Punkt bringen. Gleichzeitig verpackt die Autorin all dies in sehr detailgetreue Bilder, sodass ich zwischen den einzelnen Kapiteln immer wieder Lesepausen brauchte, da mir besonders die beschriebene Vergangenheit der Charaktere sehr nahe ging. Allesamt haben sie Erschreckendes erlebt, das wie ein schwerer Schleier über diesem eher freudigen Anlass des Zusammentreffens liegt. Man kann die angespannte Stimmung beinahe greifen, und da ich einige Personen sofort sympathisch fand, war ich dann richtig schockiert, über das Erlebte.

Was mich dann doch etwas störte, waren Hals Träume oder Halluzinationen. Was auch immer dies zu bedeuten hatte, mir fehlte da am Ende eine nachvollziehbare Erklärung des Ganzen. Es begann damit, dass er ein altes Tagebuch erhielt, das wohl der Auslöser zum Dreh des Filmes war, aber dann schweifte er beim Lesen ab und sponn sich selber eine Geschichte zusammen ... Ich kann es nicht genau erklären, da ich damit auch eher wenig anfangen konnte. Es verwirrte mich immer wieder, da diese Träume wohl gewisse Parallelen zur richtigen Handlung aufwiesen, aber wie gesagt: Ich hätte darauf auch gut verzichten können.

Mein Fazit:


Ein sehr bewegendes Buch, das mich einerseits faszinierte, aber andererseits vielleicht einfach nicht zum richtigen Zeitpunkt von mir gelesen wurde. So sommerlich leicht das Cover auch wirkte, aber mir war die Handlung dann doch zu bedrückend, die Stimmung zu schwermütig. Da brachte auch das Dolce Vita drumherum nicht viel und durch die ständigen Sicht- sowie Zeitenwechsel, konnte mich die Geschichte leider auch erst zum Ende hin richtig fesseln.



Kommentare:

  1. Hallo,

    also ich kann dich gut verstehen. Mir lag das Buch gar nicht und ich habe es nach 100 Seiten abgebrochen, obwohl ich das sonst nie mache.
    Klappentext und Cover klingen wirklich ansprechend, daher würde ich jedem interessierten eine Leseprobe empfehlen. Da sollte man schnell merken, ob einem der Schreibstil liegt.
    Liebe Grüße Andrea

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hallo Andrea,

      bei mir lag es gar nicht mal so sehr am Schreibstil. Zumindest denke ich, dass ich das Buch nach der Leseprobe auf jeden Fall hätte lesen wollen. Ich fand´s nur teilweise sehr verwirrend mit der zusätzlichen (erträumten oder was auch immer ...) parallelen Geschichte. Mir war das einfach zu konfus.

      Liebe Grüße
      Diana

      Löschen